Urlaub ohne Baby: Unser Kurztrip nach Kapstadt

„Können wir das wirklich machen? Ohne sie verreisen? Sie ist doch noch so klein!“ Mein Mann und ich planten gerade unsere Südafrikareise zu Lenis Großeltern. Die Idee: Während unseres dreiwöchigen Aufenthaltes mit unseren besten Freunden für zwei Nächte nach Kapstadt zu fliegen. Ohne Baby.

Wie schön das doch wäre! Dazu müsst ihr wissen: Wir leben in Leipzig. Unsere Familien wohnen nicht gerade um die Ecke. Meine Eltern sind vier Fahrtstunden von uns entfernt und Filipes Familie lebt in Johannesburg. Seit 10 Monaten haben wir also selten einen Moment zu zweit.

„Holt euch doch einen Babysitter!“ Ganz ehrlich? Das schaffen wir irgendwie noch nicht. Unser Kind bereits in diesem Alter einer wildfremden Person anzuvertrauen, das bringen wir nicht übers Herz. Zumindest noch nicht. Und unsere Freunde? Die haben selbst kleine Kinder in Lenis Alter. Auf unsere Tochter aufzupassen, das können wir ihnen nicht auch noch zumuten.

Nach etwas Überlegen stand der Entschluss fest. Wir fliegen! Bei Oma und Opa ist Leni schließlich in den besten Händen und wir könnten entspannt die kleine Auszeit genießen.

Und das haben wir! Es tat gut, einfach mal aus dem Baby-Alltag auszubrechen und einfach wieder „Ines & Filipe“ zu sein. Nach 10 Monaten konnten wir wieder sorglos Erwachsenensachen machen: Eine Weinverkostung in Stellenbosch. Einen stundenlangen Stadtbummel. Oder nach 21 Uhr noch in einem Restaurant sitzen.

Natürlich verging kein Tag, ohne an unsere Tochter zu denken. Selbstverständlich haben wir sie furchtbar vermisst. Aber dank WhatsApp gab es hin und wieder ein Update aus Joburg. „Dem Kind geht es prima!“ Super! Wir konnten alle Sorgen fallen lassen.

Filipe und ich hatten dank dieser Reise die Gelegenheit, neue Erlebnisse miteinander zu schaffen. Momente zu zweit, die uns keiner nehmen kann. Schöne Erinnerungen, auf die wir zurückgreifen können, wenn der Alltag uns wieder hat. Und ganz nebenbei hatte auch Leni eine fabelhafte Zeit mit Oma und Opa.

Wir konnten für einen Augenblick unseren Kopf wieder freimachen von Babyflaschen, Windeln wechseln, Krabbelgruppe und Co. – So sehr wir das alles auch (wirklich! wirklich! über alles!) lieben: Es ist wichtig, hin und wieder den Akku aufzuladen und sich ganz dem Partner zu widmen.

Unser Fazit: Einmal im Jahr wollen wir in Zukunft die Koffer packen und für einen kurzen Moment ausbrechen. Nur wir zwei. Denn das, was in diesen Tagen zwischen uns als Paar entstanden ist, kann nur gut sein – auch für unsere Tochter.

Reisen ohne Baby Paar lacht

 

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4 Gedanken zu “Urlaub ohne Baby: Unser Kurztrip nach Kapstadt

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