Warum für uns der Welthundetag dieses Jahr so besonders ist.

Sie begrüßen uns euphorisch mit ihrem Schwanzwedeln, wenn wir nach Hause kommen. Sie bringen Chaos und Leben in die Bude. Sie lassen unsere Sorgen nach einem stressigen Tag im Nu verfliegen und zeigen uns wie kein anderes Wesen was bedingungslose Liebe ist. Unsere Hunde.

Seit acht Jahren sind Snoop und Emily Teil unseres Familienalltags. Für uns ganz selbstverständlich. Bis vor einer Woche …

Freitagmorgen bei uns zu Hause: Mein Mann tastet unsere Hündin ab. Seit Wochen nimmt sie ab. Trotz Diagnose und Medikamente. An diesem besagten Morgen ist ihr Bauch hart wie Beton, das Zahnfleisch käseweiß. Da kann etwas nicht stimmen. Ab zum Tierarzt.

Es ist eigentlich eine Routineuntersuchung. Röntgen und Ultraschall. Und plötzlich die Worte, die jedem Hundebesitzer Angst machen: „Es kann sein, dass Sie sich heute von ihrer Hündin verabschieden müssen.“ Mir laufen ab diesem Moment nur noch die Tränen über die Wangen. Emily muss dringend operiert werden.

Als wir in der Tierklinik ankommen, wird uns die Prognose bestätigt. Man wisse nicht, woher der Tumor genau kommt. Wie groß er sei und ob es sich überhaupt lohnt ihn zu entfernen. „Wenn er inoperabel ist, wird sie nicht mehr aufgeweckt“, sagt man uns. Dann wird sie von ihrem Leid erlöst.  Wir sollen uns lieber von unserer Hündin verabschieden.

Wir fahren also nochmal nach Hause, holen Snoop ab – Damit auch er sie nochmal sieht. Seine Lebensgefährtin. Auf der Fahrt gehen uns etliche Gedanken durch den Kopf: Wie kann das sein? Gestern ging es ihr doch noch gut! Von heute auf morgen soll unsere Welt zerbrechen? Unsere Familie, so wie wir sie lieben, plötzlich nicht mehr existieren? Emily ist doch erst acht Jahre alt. Wir sind an diesem Tag einfach nur am Ende …

Während vor drei Wochen ihre Blutwerte noch einwandfrei waren, ist sie heute so geschwächt, dass wir nur hoffen können, sie hat genug Kraft für die bevorstehende OP. Noch einmal knuddeln und ein paar liebe Worte ins Ohr flüstern. Mit einem „Wir lieben dich, Emilymaus“ übergeben wir sie in die Hände der Ärzte und warten …

„Je später die uns anrufen, desto besser sind die Chancen für sie. Dann heißt es: Sie konnten operieren.“ – Und so kommt es. Zum Glück! Um 23 Uhr kommt der erlösende Anruf. Emily lebt. Der Tumor und eine Niere wurden entfernt. Sie hatte an diesem Tag einen richtig großen Schutzengel. Und wir sind mit einem Riesenschreck davon gekommen …

Was ich sagen will: Manchmal geht es eben genau-so-schnell! Dass die Welt zerbricht. Dass wir uns von einem geliebten Tier verabschieden müssen. Es reißt einem das Herz raus. Wir als Familie hatten mit dieser Nummer richtig viel Glück. Also sind wir ab jetzt nochmal ein Stückchen dankbarer für die beiden Fellnasen, die unser Leben täglich bunter machen und knuddeln sie an diesem Welthundetag ein bisschen fester als sonst. Und ihr solltet das auch tun! Denn der Tag kommt möglicherweise ganz unerwartet, an dem wir die fusseligen Haare an unseren Jeans und auf dem Sofakissen sehr, sehr vermissen werden …

 

 

 

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2 Gedanken zu “Warum für uns der Welthundetag dieses Jahr so besonders ist.

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