Babymoon: Schwanger nach Portugal

Unser Sommerurlaub liegt mittlerweile über einen Monat zurück. Dennoch will ich euch die schönsten Impressionen und einen kleinen Reiserückblick nicht vorenthalten.

 

Weshalb es manchmal bei der Reiseplanung besser ist, auf Gewohntes zu vertrauen, einen schlauen Tipp zur Buchung des Mietwagens und was wir sonst so in der Umgebung rund um Lissabon erlebt haben – das alles erfahrt ihr hier: 

Die Planung: Es muss nicht gleich eine Reise ans andere Ende der Welt sein

Thailand? Kalifornien? Bali? … Zika-Virus. Mit Baby im Bauch fallen unsere favorisierten Fernreiseziele für diesen Sommer deshalb direkt weg.

Außerdem macht mir die Hochsommerhitze schon zu Hause in der Großstadt ziemliche Probleme. Mit tropische Temperaturen würden wir uns keinen Gefallen tun. Geplant ist unser Urlaub zwischen der 31. und 33. Schwangerschaftswoche – das Ziel: absolute Entspannung.

Was heißt das genau? Ich möchte nicht mit negativen Überraschungen bei Unterkunft und Co. rechnen. Kakerlaken im Bad? Schmutzige Strände? Schlechtes Essen? Nein, danke! Stattdessen einfach mal die Füße hochlegen und zwei Wochen lang genießen.

Nach einigem Hin und Her fällt unsere Wahl auf Portugal. Dasselbe Ziel, ja sogar dasselbe Ferienhaus, wie vor zwei Jahren. Eigentlich ganz und gar nicht unsere Art zu reisen, mindestens einmal im Jahr erkunden wir nämlich gerne etwas Neues.

Aber aufgrund meiner körperlichen Ausnahmesituation ist die Idee einfach zu schön: die kühle Meerbrise am Atlantik, das mit Spielzeug ausgestattete Kinderzimmer für Leni, das Lieblingsrestaurant um die Ecke. Wir wissen genau, was wir kriegen. Und hochschwanger stellt sich bei mir allein schon bei diesem Gedanken im Kopf der maximale Relax-Modus ein.

Ein weiterer Vorteil: mein Mann spricht die Sprache. Er ist in Lissabon aufgewachsen und kennt nicht nur die Stadt, sondern kann vorab für den Ernstfall Kliniken, Ärzte und Co. recherchieren – wirklich beruhigend. Buchen? Ja!

Das Mietauto und der Preiswucher beim Kindersitz

Um vor Ort mobil und flexibel zu bleiben, suchen wir ein passendes Mietauto. Was uns schockiert sind die Mietpreise für Kindersitze. Mindestens 150 Euro für zwei Wochen – und am Ende fahren wir vielleicht mit einem drittklassigen No-Name-Sitz durch die Gegend.

Unseren eigenen Autositz wollen wir nicht mitnehmen. Er ist einfach zu teuer und zu hochwertig, um ihn auf den Gepäckbändern der Airlines ruppig durchzuschleudern.

Mein Mann kommt auf die glorreiche Idee, einen eigenen Reisesitz für Leni zu kaufen. Immerhin sind wir doch recht häufig mit dem Flieger unterwegs. Den Super-Deal finden wir online: Den Maxi Cosi Priori SPS Plus für gerade mal 109 Euro. Problem gelöst – auch für zukünftige Reisen mit Kind.

 

Fliegen mit Babybauch

Im Fliegen mit Kleinkind sind wir bereits geübt (Tipps findet ihr hier), die Anreise nach Portugal ist also entspannt.

Ob ich jedoch schwanger noch reisen darf, das recherchiere ich noch vor der Buchung bei der Airline. Bei den meisten Fluggesellschaften ist das Fliegen bis zur 36. Schwangerschaftswoche überhaupt kein Problem – vorausgesetzt der werdenden Mama geht es gut. Um stressige Überraschungen beim Check-In zu vermeiden, solltet ihr euch aber immer vorab online informieren.

Lissabon und Umgebung mit Kind & Kugel

Endlich angekommen. Den ersten Ankunftstag in Portugal verschlafen wir in unserem kleinen airbnb-Paradies, denn wir müssen zuvor um 3 Uhr nachts aufstehen, um unseren Flug in Frankfurt zu erwischen.

Die kommenden Tage schalten wir ab: Die Hängematte ist ab jetzt mein neuer Lieblingsplatz. Leni nimmt das Kinderzimmer auseinander und mein Mann liest endlich mal wieder ganz in Ruhe ein spannendes Buch. Schon jetzt ist es der beste Babymoon ever.

Im Laufe der nächsten zwei Wochen erkunden wir die Gegend. Egal, ob wir windige Surfstrände unsicher machen wollen, in ruhigen Buchten mit Leni Muscheln sammeln oder nach dem Sonnenbaden Lust auf einen Stadtbummel haben – in der Ecke rund um Lissabon steht uns alles offen.

Die schönste Überraschung: obwohl wir bereits das zweite Mal hier sind, entdecken wir zusammen jeden Tag neue wunderschöne Fleckchen. Für uns fühlt es sich manchmal an, als wären wir noch nie hier gewesen. Absolut bereichernd und schön.

 

Unsere Highlights

An einem eher windigen Tag zu Beginn unserer Reise klettern wir den supersteilen Berg zum Pena Palast in Sintra hoch – ich hochschwanger und Filipe mit Leni im Kinderwagen. Bei jeder kleinsten Pause gibt es von ihr direkt ein gnadenloses „Heeey, Papa! Weiterschieben!“ Oben am Ziel werden wir dann mit unbändiger Dankbarkeit in Form mehrerer Tobsuchtsanfälle belohnt. Reisen mit einer Zweijährigen – manchmal ein echtes Fest. Der bunte Palast ist dennoch ein absolutes Muss, wenn ihr mal in der Gegend seid. Und die Fotos mit Schmollmund kommen trotzdem ins Erinnerungsalbum … 😉

Auch Cascais erobert unser Herz. Kleine Gassen treffen auf wunderschöne moderne Architektur und versteckte Buchten. Wir verbringen hier einen spaßigen Sightseeing-Tag, essen vegan bei House of Wonders und lassen den Tag mit ein bisschen Badespaß am Strand in der City ausklingen – gefolgt von einem kühlen Eistee und Tapas in der Bar do Guincho.

Und natürlich darf auch diesmal der ein oder andere Spontanbesuch in Lissabon nicht fehlen. Dank der lieben @butterflybabies_ erhalte ich via Instagram viele tolle Insidertipps für die Metropole.

So genießen wir unter anderem in der Sky Bar bei Cocktails einen herrlichen Ausblick über die ganze Stadt, schlendern durch den Time Out Mercado und erkunden sowohl im versteckten Pavillon des Restaurant Psi als auch im Ao 26 – Vegan Food Project die köstliche vegane Küche der Stadt.

Und als Mitbringsel für die ganze Familie in Deutschland gibt es die berühmten Pastéis de Belém. Wir genießen das Original zum Abschluss nochmal ganz frisch vor Ort – lauwarm schmecken die Puddingteilchen nämlich am allerbesten.

Reisefieber geweckt?

Mehr zum Thema „Urlaub mit Kind“ findet ihr übrigens hier auf inkaverliebt.com, denn das Reisen ist nicht nur vor, sondern auch nach der Geburt eine tolle Erfahrung.

 

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