Die ersten vier Monate mit Coco

Ich hoffe, ihr seht mir nach, dass es hier eine Weile ganz schön still war – das lag daran, dass es bei uns zu Hause in den vergangenen Monaten umso lauter war. Coco (Spitzname) ist bei uns eingezogen und an den neuen Alltag mit zwei Kleinkindern mussten auch wir uns erstmal gewöhnen. Aber jetzt ist es höchste Zeit für einen kleinen Rückblick.

Die Zeit ist so unfassbar schön und das Mamasein ist und bleibt einfach mein liebster Vollzeitjob. Das heißt aber nicht, dass bei uns auch immer alles rund läuft. Die Schmerzen nach der Geburt (Bericht folgt) waren diesmal wirklich heftig und auch mit dem Stillen hatte ich so meine Probleme.

„Wenn das erste Kind entspannt war, wird das zweite bestimmt ein Terrorzwerg“, 

diesen Satz bekamen wir so oder ähnlich immer wieder während der Schwangerschaft zu hören. Aber zum Glück kam es anders. Unser Sohn ist, wie Leni damals auch, absolut tiefenentspannt. Ich kann an einer Hand abzählen wie oft ich ihn in den vergangenen Monaten habe weinen hören. Klar, auch wir haben hin und wieder mal einen unzufriedenen Tag, aber insgesamt verbringen wir eine wirklich gute Zeit miteinander.

Gemeinsamkeiten und Unterschiede

Bereits Leni war ein gechilltes Neugeborenes, aber Coco toppt echt alles. Obwohl er das Baby im Haus ist, ist ausgerechnet er momentan unser kleiner Ruhepol. Er ist das klassische Mitläuferkind – einfach zufriedenzustellen. Bei Leni haben wir unseren Alltag komplett dem Baby angepasst, diesmal ist es anders. Wir haben jetzt einen funktionierenden Familienalltag mit festen Ritualen und Abläufen. Coco fügt sich da irgendwie ganz von alleine mit ein – und es klappt prima.

Außerdem ist er schwerer und stärker als seine Schwester. Mit fünf Wochen konnte er bereits seinen Kopf halten. Aktuell wiegt er ein ganzes Kilo mehr als Leni im selben Alter. Lenis erster Zahn kam mit sechs Monaten, ich habe Rotz und Wasser um ihr zahnloses Lächeln geheult. Cocos erste Zähne kommen bereits jetzt. Die Nummer mit dem Großwerden geht mir doch ein bisschen zu schnell …

Geschwisterliebe

Es war wirklich Liebe auf den ersten Blick. Leni ist seit der ersten Sekunde eine unglaublich stolze große Schwester. Vielleicht liegt es auch daran, dass wir sie für jede Kleinigkeit loben, die sich auf ihren Bruder bezieht. Eifersucht gibt es bei uns nicht, vielmehr hat sie ihren Beschützerinstinkt für sich entdeckt. Während ich ihr morgens bei der Tagesmutter in der Garderobe die Schuhe ausziehe, parke ich Coco für gewöhnlich in seiner Babyschale im Flur. Und wenn ihre kleinen Freunde dann kommen, um ihren Bruder zu bestaunen, schreit sie erstmal mit erhobenem Zeigefinger: „ABER NICHT KAPUTT MACHEN!“

Familienleben & Partnerschaft

Während wir beim ersten Kind das Elternsein lernen mussten, sind wir jetzt ein eingespieltes Team. Bei Leni gab es noch Streitereien bzgl. der konkreten Aufgabenverteilung, mittlerweile kennen wir unsere Rollen. Filipe weiß, wie er mich ideal entlasten kann und ich habe verstanden, dass Papas gewisse Dinge einfach anders machen als wir Mütter und dass das auch absolut richtig so ist.

Wir zwei sind diesmal generell viel entspannter. Beispiel: Bei Leni musste das Badewasser anfangs immer haargenau 37 Grad warm sein. Bei Coco halte ich meinen kleinen Finger rein und wenn es angenehm ist, kann das große Plantschen beginnen. Dasselbe gilt beim Erwärmen der Fläschchen und bei vielen anderen alltägliche Dingen.

Beim ersten Kind will man grundsätzlich alles perfekt machen, beim zweiten weiß man es besser – dass sich ein Kind nämlich nicht an die Wassertemperatur erinnert, wenn man es später nach seinen glücklichsten Kindheitserinnerungen fragt. Außerdem hat man ehrlich gesagt auch gar nicht mehr die Zeit dazu.

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